Mit Witz und Würze durch die Nacht

Achter Altöttinger Starkbieranstich bei den Vereinigten Sportschützen Altötting

18. März 2019


Altötting. „Habt Acht!“ Mit diesen Worten eröffnete Schützenmeister Gerhard Eichinger
den 8. Starkbieranstich, welcher mittlerweile schon zur Tradition geworden ist und sich bei
den Altöttingern großer Beliebtheit erfreut. Bis auf den letzten Platz war das Vereinsheim
am Samstag gefüllt, als Bürgermeister Herbert Hofauer den Georgi-Bock mit drei Schlägen
anzapfte – und das gleich so schwungvoll, dass das Bier im Anschluss unter hohem Druck
aus dem Hahn spritzte und dem Bürgermeister eine unfreiwillige Dusche verpasste.

Der Hauptakteur des Abends, der Georgi-Bock, war bereits im Dezember angesetzt worden
und durfte anschließend zwei Monate in Holzfässern lagern. Dieses Jahr war das Starkbier
zusätzlich mit Saphir-Hopfen verfeinert worden – dieser mache das naturtrübe Bier
besonders aromatisch und gleichzeitig bleibe es naturbelassen, so Braumeister Georg Hell
V.

Natürlich durfte bei einem Starkbieranstich die Unterhaltung nicht fehlen, wobei es dieses
Jahr eine Neuheit gab: Erstmals gab es ein waschechtes Starkbier-Kabarett. Dabei sorgten
Wolfgang Gmach und Holger Gottschalk als Kabarett-Duo „Ich und Er“ dafür, dass
Lokalpolitiker nach Nockerberg-Manier dargestellt wurden. Das heißeste Thema des
Abends: Hofauers Nicht-Kandidatur bei der nächsten Wahl und die Frage nach seinem
Nachfolger. Analog zum Brexit müsse man für den „Hexit“ eine Lösung finden. An
Kandidaten scheint es nicht zu mangeln. Zum einen biete sich SPD-Kandidat und Bestatter
Marco Kessler an, bei dem der Wähler bestimmt richtig liege, während man bei Luise Hell
als Pfarrrats-Vorsitzende vor der Stadtratssitzung einen Rosenkranz beten müsse. CSUKandidat
Stefan Antwerpen wurde indes mit einem Starkbier verglichen: Stark, würzig,
jedoch eher alkoholfrei, so Gottschalk.

Er und Gmach auch für Hofauers Zukunft eine Lösung parat: Der Noch-Bürgermeister solle
doch das Magdalena-Kloster kaufen und zu einem „Kultur und Kongress Hotel“ umbauen
lassen, mit „Shrines of Europe“-Suiten und auch geeignet für Besucher, die etwas knapper
bei Kasse sind – nach dem Motto: „Schlafen, wie Bruder Konrad“.

Musikalisch sorgte Maxl Reitner aus Burghausen für die richtige Stimmung. Gerhard
Eichinger zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Starkbierfest, auch weil es wie schon in
den vergangenen Jahren wieder ausverkauft war.

Von Corinna Trojovsky
ANA, Alt – Neuöttinger Anzeiger